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Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Auch wenn aus kindlicher Sicht der Weihnachtsmann gerade erst vor wenigen Monaten mit seinem Schlitten und den vorgespannten Rentieren über die Dächer von Millionen von Häusern geflogen ist und allerlei Gaben unter die Weihnachtsbäume gelegt hat, lohnt sich die Frage, ob der Weihnachtsmann existiert, denn das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt.

Der Beantwortung dieser Frage kann sich der Denkende auf zwei Wegen nähern. Entweder er geht das Thema wissenschaftlich an oder er betrachtet es philosophisch. Wer sich von der wissenschaftlichen Seite her nähert, wird feststellen, dass der Weihnachtsmann über ein enormes Organisationstalent verfügen müsste, um unter Berücksichtigung der verschiedenen Zeitzonen in 31 Stunden etwas mehr als 100 Millionen Haushalte, in denen etwa 370 Millionen christlicher Kinder wohnen, zu besuchen.

Dann nämlich müsste er pro Sekunde Geschenke unter 820 Weihnachtsbäume legen und dies scheint nun wirklich unmöglich. Ganz abgesehen davon, wie groß der Schlitten sein müsste, um all diese Geschenke zu transportieren und mit welcher Geschwindigkeit der Weihnachtsmann die Millionen Kilometer zurücklegen müsste. Und wer soll all diese Gaben mitten in einer unwirtlichen Landschaft am Nordpol herstellen? Der Realist kommt also unweigerlich zu dem Schluss, dass der Weihnachtsmann nicht existiert, und weiß gar nicht, um welche Erfahrung er sich Jahr für Jahr beraubt. Würde nämlich nur das geglaubt, was gesehen werden kann, wie arm wäre die Welt?

Im Jahre 1897 schrieb ein kleines Mädchen in New York auf Anraten ihres Vaters einen Brief mit der Frage, ob es den Weihnachtsmann gibt, an die Zeitung Sun. Der Redakteur der Zeitung antwortete der kleinen Virginia sehr gefühlvoll und schrieb: „Ja, liebe Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann! Gäbe es ihn nicht, so wäre es traurig um uns bestellt. Du kannst die Liebe Deiner Eltern auch nicht sehen und begreifen. Aber existiert diese Liebe deshalb nicht?“. Später meinte er, dass man die schönsten Dinge in der Welt weder sehen noch begreifen kann, sondern dass man an sie glauben muss.

Ob der Weihnachtsmann existiert oder nicht, ist eigentlich nebensächlich, denn die Kinder, die jedes Jahr mit reinem Herzen, großen Augen und roten Bäckchen Wunschzettel schreiben und aufgeregt auf ihn warten, verraten, dass da wohl doch etwas sein muss. Ob dies den Vorstellungen eines dicken großen Mannes mit weißem Rauschbart entspricht, sei dahingestellt. Fest steht, dass sich viele Erwachsene die Weihnachtszeit ihrer Kindertage zurückwünschen, doch vielleicht haben sie den Glauben an das Unmögliche verloren. Schade eigentlich!

Wenn die Kinder noch an den Weihnachtsmann glauben, dann sollte man ihnen den Glauben und die Freude am Weihnachtsmann nicht nehmen. Irgendwann kommen sie von ganz allein dahinter. Bis es soweit ist, können Kinder Weihnachtspost mit ihrem Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreiben. Auf die Briefe wird sogar geantwortet, wenn man die Post an die richtige Adresse schickt. Im folgenden Beitrag findet man dazu die Adresse vom Weihnachtsmann.

Bildquelle: USACE Europe District (Flickr CC BY 2.0)

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